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Der Herbst ist da...

schmidtrothenbaech
Oct 8
2 min read

Der Übergang vom erfrischenden, feurigen Sommer (Pitta) in den kühlen, windigen Herbst (Vata) lädt uns ein, den Blick nach innen zu richten. Während die Natur ihr Kleid wechselt, die Blätter sich verfärben und der Wind die kühle Luft bringt, spiegelt sich diese Veränderung auch in unserem Körper und Geist wider. Der Herbst ist die Zeit des Loslassens, der Einkehr und des Sammelns von Kräften für die dunklere Jahreszeit.

Im Ayurveda und Yoga steht der Herbst unter dem Einfluss des Vata-Doshas – geprägt von den Elementen Luft und Äther. Die Qualitäten von Vata sind trocken, leicht, kühl, rau und beweglich. Wenn der Herbst Einzug hält, spüren wir oft eine innere Unruhe, trockene Haut, kalte Hände oder eine unruhige Verdauung. Das Elixier gegen die Windigkeit des Herbstes heißt Erdung, Wärme und Rhythmus.

So unterstützt du dich im Herbstübergang

  • Feste Routinen (Dinacharya): Regelmäßige Schlaf- und Essenszeiten schenken deinem Nervensystem das Gefühl von Sicherheit und Stabilität.

  • Wärmende Nahrung: Wechsle von kühlen Salaten und rohem Obst zu warmen, gekochten Mahlzeiten. Suppen, Eintöpfe, Wurzelgemüse, Ghee und wärmende Gewürze wie Ingwer, Zimt, Kardamom und Kreuzkümmel stärken dein Verdauungsfeuer (Agni).

  • Selbstmassage mit warmem Öl (Abhyanga): Massiere deinen Körper vor dem Duschen oder vor dem Schlafengehen mit warmem Sesamöl ein. Es nährt trockene Haut und beruhigt das Nervensystem tiefgreifend.

  • Ruhiger Atmen (Pranayama): Nadi Shodhana (die Wechselatmung) oder Samavritti (die quadratische Atmung) bringen den Geist zur Ruhe und halten Vata im Gleichgewicht.

Asanas für Erdung und Stabilität im Herbst

Im Herbst sollte deine Asana-Praxis ruhiger, getragener und erdender werden. Vermeide zu hektische Vinyasa-Flows und lenke deinen Fokus auf die Füße, das Becken und eine tiefe Bauchatmung.

1. Tadasana (Die Berghaltung)

Die Berghaltung verbindet dich direkt mit der Stabilität der Erde und hilft dir, inmitten von Veränderung aufrecht und verwurzelt zu bleiben.

2. Malasana (Die hockende Yogahaltung / Tiefe Hocke)

Malasana bringt deinen Körperschwerpunkt tief nach unten. Sie stärkt den unteren Rücken, öffnet die Hüften und regt das Apana Vayu an – die abwärtsgerichtete Energie, die für das Loslassen und die Verdauung zuständig ist.

3. Balasana (Die Haltung des Kindes)

Diese Haltung schenkt ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz. Das Ablegen der Stirn auf der Erde beruhigt Gedankenströme und zieht die Energie ganz nach innen.


Wie fühlt sich deine Praxis zurzeit an – zieht es dich eher zu sanften, ruhigen Bewegungseinheiten oder suchst du aktuell noch nach der passenden Morgen- oder Abendroutine?


Ich freue mich, Dich in meinen online Kursen zu begrüssen. Noch nicht gestartet, vielleicht ist jetzt der richtige Moment.


Deine Elke


 
 
 

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